Netzanschluss von Offshore-Windparks: Stuttgarter Konsortium erneut erfolgreich in der Projektsteuerung

Vor dem Hintergrund der Energiewende gewinnen die in der Nord- und Ostsee geplanten Windparkprojekte mehr und mehr an Fahrt. Ebenso wichtig wie deren Realisierung ist jedoch auch ihr Anschluss an das deutsche Höchstspannungsnetz. Der für den Bereich der Nordsee zuständige Netzbetreiber TenneT TSO GmbH und seine Schwesterfirma TenneT Offshore GmbH sind daher gefordert, neben den bereits in Betrieb bzw. Realisierung befindlichen Netzanschlüssen in den nächsten Jahren weitere derartige Projekte in der deutschen Nordsee umzusetzen.   Das Konsortium zwischen Fichtner GmbH & Co. KG als Konsortialführer und der Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH, das die TenneT bereits im Rahmen der aktuellen vier Netzanschlussprojekte - BorWin2, DolWin1, HelWin1 und SylWin1, in Summe mehr als 3.000 MW Anschlussleistung - mit Projektsteuerungsleistungen einschliesslich der ingenieurtechnischen Begleitung unterstützt, wurde nunmehr von der TenneT mit der Projektsteuerung von bis zu fünf weiteren Anschlussprojekten beauftragt.

Das Konsortium übernimmt dabei sowohl technische Aufgaben als auch Projektmanagementleistungen: Hierzu zählen die technische Überprüfung mehrerer Gewerke inklusive der Abnahmen, die Bauüberwachung und die Koordination des technischen Projektteams vor Ort ebenso wie das Risikomanagement, das Vertragsmanagement, die Terminplanung/-verfolgung und das Kostenmanagement in der Planungs- und Realisierungsphase sowie die Dokumentation zum Projektabschluss.

Ein Netzanschlussprojekt besteht dabei jeweils aus einer Offshore-Plattform auf hoher See mit den Verbindungskabeln zu den anzuschliessenden Windparks, Transformatorstationen, Wechselrichtern, Schaltanlagen sowie Betriebs- und Netzführungssystemen auf See und an Land. Das Höchstspannungsübertragungskabel zum Festland kann dabei - abhängig von den jeweiligen Standorten der Plattform und dem Netzanschlusspunkt an Land - bis zu zweihundert Kilometer lang sein. Zum Energietransport über diese Distanz kommt die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) zur Anwendung. Für die Abwicklung eines Projektes einschliesslich Nachsteuerungsphase ist ein Zeitraum von jeweils etwa dreieinhalb Jahren vorgesehen.